Katharinas Seidenraupen
Eine kleine Welt,
die zum Staunen einlädt.
Vom unscheinbaren Anfang bis zum Kokon: Seidenraupen eröffnen einen besonderen Blick auf die Entstehung eines natürlichen Fadens.
Schweizer Seide lebt wieder auf
Im Baselbiet wird seit 2016 wieder Seide gewonnen. Landwirtschaftliche Betriebe ziehen dafür Seidenraupen auf; die Rohseide wird in der Schweizer Textilindustrie zu Stoffen und Accessoires verarbeitet. Die Region blickt auf eine lange Seidentradition zurück: Im 19. und frühen 20. Jahrhundert prägte die Herstellung von Seidenbändern viele Bauernhäuser. Alte Maulbeerbäume erinnern bis heute an diese Zeit.








Vom Ei zum Kokon
Der Seidenspinner (Bombyx mori) beginnt sein Leben als winzige Raupe. Sie frisst Maulbeerblätter und häutet sich während ihrer Entwicklung viermal. Nach ungefähr einem Monat bildet sie ihren Kokon aus einem langen, zusammenhängenden Seidenfaden. Darin verwandelt sich die Raupe zunächst zur Puppe und später zum Falter.
Der Maulbeerbaum
Die Blätter des weissen Maulbeerbaums sind die Nahrung der Seidenraupen. Der sommergrüne Baum kann sechs bis zehn Meter hoch werden. Für die Raupenzucht wird er regelmässig zurückgeschnitten und als niedrigerer Strauch gehalten – so lassen sich die Blätter leichter ernten.
Wie aus Kokons Seide wird
Ein Kokon enthält einen sehr langen, feinen Faden. Um ihn abzuwickeln, werden die Kokons in heissem Wasser eingeweicht. Dabei wird der Seidenleim Sericin gelöst, der das Gespinst zusammenhält. Durch vorsichtiges Bewegen lassen sich die Fadenanfänge finden.
Mehrere dieser feinen Fäden werden gemeinsam abgehaspelt. Bei der beschriebenen Herstellung werden acht Kokonfäden zusammengeführt; das verbleibende Sericin hält sie aneinander. So entsteht ein für die Weiterverarbeitung geeigneter Seidenfaden.
Nicht jeder Teil des Kokons lässt sich als durchgehender Faden gewinnen. Aus den übrigen Fasern entsteht Schappeseide, auch Florettseide genannt. Kürzere Faserreste aus dieser Verarbeitung werden wiederum zu Bouretteseide verarbeitet.
Weitere detaillierte Informationen über die Entwicklung der Seidenraupen und die Herstellung des Seidenfadens findest du auf der Website der Schweizer Seidenproduzenten Swiss-Silk.
Selbst einen Einblick gewinnen
Neugier ist willkommen.
Welche Entwicklungsstadien zu sehen sind, hängt vom jeweiligen Zeitpunkt ab.
Du möchtest meine Seidenraupen kennenlernen? Auf der Besichtigungsseite findest du den Einstieg für eine persönliche Anfrage.
Im Gespräch entsteht Neues
Neugierig geworden?
Ob Handgewebtes oder Seidenraupen – ich freue mich auf dein Interesse.
